Auf der 77. Jahrestagung der European Federation of Animal Science (EAAP) in Hamburg hat Christian Achilles von der Universität Göttingen Forschung aus dem TiPP-Umfeld vorgestellt: Es ging um die Frage, unter welchen Bedingungen Schweinehalterinnen und Schweinehalter bereit sind, digitale Tierwohldaten zu teilen.
Die EAAP-Jahrestagung und Session 96
Die Jahrestagung der EAAP zählt zu den bedeutendsten internationalen Tagungen der Tierwissenschaften und bringt jedes Jahr Forschende, Beratung und Praxis aus ganz Europa zusammen. 2026 fand sie mit rund 1700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus über 60 Ländern als 77. Ausgabe in Hamburg statt. In Session 96 – „PLF technologies from research to practice“ (Precision Livestock Farming) – stand die Frage im Mittelpunkt, wie digitale Technologien aus der Forschung ihren Weg in die landwirtschaftliche Praxis finden. In genau diesem Rahmen präsentierte Christian Achilles, Mitarbeiter des Arbeitsbereichs „Marketing for Food and Agricultural Products“ der Universität Göttingen und im TiPP-Verbund aktiv, seinen Vortrag „Digital animal welfare data in pig production“.
Worum ging es?
Digitale Tierwohldaten gelten als Schlüssel für mehr Transparenz in der Schweinehaltung. Der Vortrag ging der Frage nach, wie Betriebe heute mit solchen Daten umgehen – und vor allem, was darüber entscheidet, ob sie bereit sind, diese Daten mit anderen Akteuren der Wertschöpfungskette zu teilen.
Vertrauen als Schlüssel
Eine zentrale Botschaft: Ob Daten geteilt werden, ist weniger eine technische als eine Frage von Vertrauen und klaren Regeln. Entscheidend ist, wem die Daten anvertraut werden und ob die Weitergabe für die Betriebe kontrollierbar bleibt. „Nicht die Aussicht auf Effizienzgewinne, sondern Vertrauen und ein verlässlicher Umgang mit den Daten machen den Unterschied“, so Christian Achilles von der Universität Göttingen.
