(Foto: Isabelle Reker, LWK)
Am 23.4. haben sich Schülerinnen die Versuchsstation für Schweinehaltung in Wehnen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen aus der Nähe angesehen. Das Projekt TiPP, Transparency in Pig Production hatte Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren eingeladen sich einen Tag die Arbeiten im Schweinestall anzusehen. Die Kinder lernten, wie die Schweine in einem Stall gehalten werden, welches Futter sie bekommen, wie Ferkel aufwachsen oder wann eine Sau trächtig ist. Sie durften mit einem Ultraschallgerät eine Sau untersuchen, um zu erkennen, ob die Sau tragend ist.
Die Versuchsstation in Wehnen bietet Forschungsprojekten aus Niedersachsen ideale Forschungsbedingungen. In verschiedenen Projekten forschen Teams aus Norddeutschland hier am Standort zur Digitalisierung, zur Emissionsminderung im Stall oder zur innovativen Buchtenstrukturierung.
Im Projekt TiPP werden digitale Sensoren und künstliche Intelligenz im Schweinestall entwickelt und auf Praxistauglichkeit getestet. Wenn es im Sommer zu heiß wird, können digitale Klimasensoren es in Echtzeit erkennen. Außerdem messen sie automatisch die Luftfeuchtigkeit, Kohlendioxid sowie Ammoniak und melden dies dem Landwirt, wenn die Werte im Stall zu hoch sind. Eine künstliche Intelligenz kann Schreie als Indikator für Stresssituationen erkennen.
Die Kinder haben einen interessanten Einblick in die Versuchsstation in Wehnen erhalten. Sie konnten alle Stationen im Leben eines Schweines, vom drei Tage alte Ferkel über die Ferkelaufzucht (ab 5 Wochen aufwärts) und die Mast (ab etwa 10,5 Wochen) beobachten. Außerdem haben die Kinder gelernt, dass Schweine nicht schwitzen können und wie wichtig es ist Schweine zu beschäftigen. Sie konnten das Tierverhalten hautnah testen und durch ihre Anwesenheit in der Box konnten sie die Schweine beim Fußball spielen live erleben. Die Kinder waren begeistert und freuten sich besonders darüber, dass sie die kleinen Ferkel auf dem Arm nehmen durften.

